{"id":1395,"date":"2026-02-11T14:08:00","date_gmt":"2026-02-11T14:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/testing.gegenschuss.com\/2026\/05\/06\/imagefilm-vs-employer-branding-film\/"},"modified":"2026-07-15T15:35:47","modified_gmt":"2026-07-15T13:35:47","slug":"imagefilm-vs-employer-branding-film","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/2026\/02\/11\/imagefilm-vs-employer-branding-film\/","title":{"rendered":"Der Unterschied zwischen einem Image- und einem Employer-Branding-Film"},"content":{"rendered":"<p class=\"lede\">Im Briefing hei\u00dft es: \u201eWir brauchen einen Imagefilm. Einen, der zeigt, wer wir sind, was wir tun und warum man bei uns arbeiten sollte.\u201c Das sind drei Briefings in einem.<\/p>\n<p>Die Verwechslung ist nachvollziehbar \u2013 von au\u00dfen sehen sich diese Filme \u00e4hnlich. Es geht um Menschen, B\u00fcros, vielleicht etwas b-roll vom Produkt oder von der Stadt. Beide handeln vom Unternehmen. Doch sie sind f\u00fcr vollkommen unterschiedliche Zielgruppen gebaut, transportieren eine andere Botschaft und scheitern auf unterschiedliche Weise, wenn man sie miteinander verwechselt.<\/p>\n<h2>The image is everything<\/h2>\n<p>Ein Imagefilm ist ein Dokument zur Unternehmenspositionierung. Seine Hauptzielgruppe sind potenzielle Kunden, Partner, Investoren und die Presse. Die Frage, die er beantwortet, lautet: Warum sollte ich diesem Unternehmen mein Vertrauen schenken?<\/p>\n<p>Beim Imagefilm geht es weniger darum, was das Unternehmen tut \u2013 diese Erkl\u00e4rung \u00fcbernimmt die Website. Es geht darum, WIE das Unternehmen es tut. Um handwerkliches K\u00f6nnen, fachkompetente Vernetzung, ethische Werte \u2013 immateriellen Dinge, die ein Unternehmen von seinen direkten Wettbewerbern unterscheiden, auch wenn sie auf ihrer Website identische Leistungsbeschreibungen haben.<\/p>\n<p>Ein guter Imagefilm vermittelt dem Zuschauer das Gef\u00fchl, dass es sich um ein Unternehmen handelt, das man ernst nehmen muss. Ein schlechter Imagefilm ist eine dreimin\u00fctige Montage aus l\u00e4chelnden Mitarbeitern, verglasten B\u00fcros und jemandem, der sagt: \u201eBei uns steht der Kunde im Mittelpunkt.\u201c<\/p>\n<h2>Wir stellen ein<\/h2>\n<p>Employer-Branding ist ein Instrument zur Personalgewinnung und -bindung. Die Hauptzielgruppe eines solchen Films sind potenzielle neue Mitarbeiter und bestehende Mitarbeiter. Die Frage, die er beantwortet, lautet: Warum sollte ich hier und nicht woanders Karriere machen?<\/p>\n<p>Es geht also darum erfahrbar zu machen, wie es ist, in dem Unternehmen zu arbeiten, und das auf besonders charmante und ansprechende Weise. Es geht NICHT um die Leistungen, die das Unternehmen nach au\u00dfen hin anbietet. Welche Unternehmenskultur herrscht dort? Wie sieht ein Tag in dem Laden tats\u00e4chlich aus? Wer sind\/w\u00e4ren meine Kolleginnen und Kollegen? Was kann ich hier lernen? Welche Art von Arbeit muss ich hier erledigen?<\/p>\n<p>Ein guter Employer-Branding-Film ist konkret und ehrlich. Er zeigt echte Menschen, die echte Statements \u00fcber echte Erfahrungen vom Stapel lassen \u2013 keine geskripteten Testimonials, die auf jedes Unternehmen der Branche passen k\u00f6nnten. Ein schlechter Film ist eine dreimin\u00fctige Montage aus l\u00e4chelnden Mitarbeitenden, Glasb\u00fcros und jemandem, der sagt: \u201eWir investieren in unsere M\u00e4dels und Jungs.\u201c<\/p>\n<h2>Mischen impossible<\/h2>\n<p>Ein Imagefilm, der sich zugleich am Employer Branding versucht, wird vage. Er kann nicht konkret auf die Unternehmenskultur eingehen, ohne die kundenorientierte Positionierung zu verlieren. Am Ende ist er weder Fisch noch Fleisch und verfehlt klare Aussagen.<\/p>\n<p>Umgekehrt verliert ein Employer-Branding-Film, der als Imagefilm funktionieren will, genau die Authentizit\u00e4t, die wirkungsvoll machen w\u00fcrde. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber wollen keine geschliffene Unternehmenspositionierung h\u00f6ren und sehen \u2013 sie wollen wissen, wie es wirklich ist, dort zu arbeiten.<\/p>\n<blockquote><p>Der h\u00e4ufigste Fehler ist das Briefing, das versucht, beides mit einem einzigen Film und knappem Budget zu l\u00f6sen. Das Ergebnis ist ein Film, der f\u00fcr externes Publikum zu intern und f\u00fcr internes zu ausgefeilt ist.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Die eierlegende Wollmilchsau<\/h2>\n<p>Manchmal aber kann ein einziger Film doch beide Zwecke erf\u00fcllen \u2013 allerdings nur, wenn das Unternehmen eine Geschichte hat, die stark genug ist, dass die Kultur selbst die Differenzierung ist. Ein von hoher handwerklicher Qualit\u00e4t gepr\u00e4gtes Studio, ein familiengef\u00fchrter Produkthersteller mit hundertj\u00e4hriger Geschichte, ein Tech-Unternehmen, dessen Arbeitskultur mit dem Produkt zusammenf\u00e4llt. In diesen F\u00e4llen kann ein gut gemachter Imagefilm, der ehrlich zeigt, wie das Unternehmen arbeitet, zugleich als Employer-Branding funktionieren.<\/p>\n<p>Doch das ist die Ausnahme. Im Normalfall ben\u00f6tigen die zwei Kategorien ihr jeweils eigenes Briefing, ihren eigenen Film f\u00fcr ihre eigene, klar definierte Zielgruppe. Sollen beide gemacht werden, bedeutet das in der Regel zwei kleinere Produktionen, die sich das Budget teilen m\u00fcssen, daf\u00fcr aber einen funktionst\u00fcchtigen Output hervorbringen. Besser, als eine gro\u00dfe Produktion, die vielleicht etwas mehr gl\u00e4nzt, die aber keinem gerecht wird.<\/p>\n<p>Die erste Frage, die wir bei jedem Auftrag f\u00fcr einen Unternehmensfilm stellen, lautet: Wer ist die Hauptzielgruppe und wozu soll sie motiviert werden? Die Antwort darauf bestimmt alles, was danach kommt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Briefing sehen sie sich \u00e4hnlich, erf\u00fcllen aber v\u00f6llig verschiedene Zwecke. Sie miteinander zu verwechseln kommt teuer.<\/p>","protected":false},"author":2,"featured_media":3542,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-1395","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-craft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1395"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1395\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3551,"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1395\/revisions\/3551"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenschuss.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}